Geschenke aus der Küche: Birnenmus

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Was für ein Rezept. Anders kann ich es nicht sagen! Ich habe lange keine Zeit gefunden, mich an das Birnenmus-Rezept aus meinem Kochbuch heranzuwagen. Sooo viele Birnen wollten geschält werden – und dann soll das Ganze auch noch vier Stunden lang in den Ofen?

Letztendlich wollte ich es dann doch unbedingt ausprobieren. Ich kenne so viele Leute, die sich über ein Gläschen Birnenmus freuen würden: Mama, Oma, Schwiegermama, Nachbarin, und ich selbst fand „mit Vanille und Zimt“ einfach zu verlockend. Und was soll ich sagen? Es hat sich sowas von gelohnt! Selten wurde in meiner Küche etwas Köstlicheres hergestellt! Und wie es aus dem Backofen duftet! Wenn ihr jemandem etwas Selbstgemachtes schenken möchtet und noch eine Idee sucht, ist dieses Rezept perfekt.

Das benötigt ihr für diese riesengroße Portion Glück im Bauch:

  • 3 Einmachgläser à 210 ml (oder, wie ich, 1×1 Liter)
  • einen Pürierstab
  • 3 Kilo reife, weiche Birnen
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Zimtstangen
  • 100 gr braunen Zucker
  • 75 ml Birnengeist (oder Rum)
  • ausreichend Zeit (ca. 1 Stunde für die Zubereitung und ca. 4 Stunden für das Einkochen)

Die Zitronen heiß abwaschen, trocken reiben und die Schale in ein großes Gefäß (zum Beispiel eine Salatschüssel) reiben. Den Saft auspressen und vorerst beiseite stellen. Dann die Birnen schälen, Stiele und Kerngehäuse wegschneiden, in grobe Stücke zerteilen und zu der Zitronenschale geben. Das dauert zwar eine Weile, aber gibt es eigentlich etwas Besseres, als zwischendurch von richtig reifen, süßen Birnen zu naschen? Nein! Na also. Am Ende den Zitronensaft dazugeben, einmal gut durchrühren und mit dem Pürierstab zerkleinern.

Anschließend den Backofen auf 160° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen und die Schote vierteln. Dann das Mark, die Viertel, in Stücke gebrochene Zimtstangen und Zucker zum Birnenpüree geben. Alles in einen großen Bräter oder eine große Auflaufform geben und in drei bis vier Stunden zu einem dicken Mus eindampfen. Dabei immer mal wieder umrühren und die Backofentür zeitweise leicht öffnen (man kann zum Beispiel den Kochlöffelstil in die Tür klemmen).

Falls ihr es noch nicht getan habt, könnt ihr in dieser Zeit eure Gläser sterilisieren (abkochen). Wenn das Mus fertig ist (bei mir war am Ende nur noch die Hälfte der Menge übrig), es heiß in die Gläser füllen, Rum auf die Oberfläche träufeln und dann verschließen. Das Mus hält sich kühl gelagert 12 Monate lang – allerdings wird davon schon lange vorher nichts mehr übrig sein!

Mein Kochbuch sagt, es schmecke vor allem auf Bauernbrot. Ich habe mir heute ein paar dünne Pfannkuchen gemacht und sie mit dem Mus bestrichen. Ich könnte es allerdings auch einfach pur essen – wenn ich noch etwas davon verschenken will, muss ich mich beherrschen 🙂

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