Kann Arbeit richtig glücklich machen? Teil 4: Madmoisell

Glück

Das Jahr neigt sich langsam, aber sicher dem Ende. Wir haben November! Und so geht auch meine Reihe zum Thema „Leben & Arbeiten“ zu Ende, obwohl das Thema selbst mich natürlich weiterhin beschäftigt. Ich freue mich, dass sich Caroline von madmoisell.com noch dazugesellt und uns ein bisschen von ihrem Leben und Alltag erzählt! So viel sei schonmal verraten: Wir sind uns sehr, sehr ähnlich!

Liebe Caroline, erzähl doch mal, was du alles so machst!

Oh, ich mache ziemlich viele Dinge! Machmal habe ich das Gefühl, viel zu viel gleichzeitig zu machen. Ursprünglich habe ich mit einem ziemlich trockenen BWL-Studium an der HU in Berlin angefangen und nebenher noch gejobbt – typischer Studentenalltag. Irgendwann wurden mir Job und Uni zu langweilig und ich habe beschlossen, meinen eigenen Blog zu gründen. Damals habe ich noch über Mode gebloggt, dann aber schnell herausgefunden, dass meine Stärke eigentlich im DIY-Gebiet liegt. Mein Blog ist ziemlich schnell gewachsen, ich habe sämtliche Studentenjobs gekündigt und konzentriere mich jetzt nur noch auf meine DIYs. Ach ja, seit kurzem gebe ich auch Blog- und Social Media-Coaching. Eine weitere Herausforderungen, auf die ich mich total freue!

Wie stellst du dir deine berufliche Zukunft vor? Hast du einen ‚Traumjob’?

Am liebsten würde ich in meiner beruflichen Zukunft selbstständig und ortsungebunden arbeiten. Mein Traum ist es, meinen DIY-Blog erfolgreich weiterzuführen und gleichzeitig mein zweites Standbein Coaching aufzubauen. Einen Traumjob hatte ich eigentlich noch nie. Ich glaube, der Reiz liegt für mich darin, selbstständig etwas aufzubauen und dadurch irgendwie freier zu sein. Ich war noch nie jemand, der mal eine große Karriere in einem Unternehmen machen wollte.

Erzähl doch mal ein bisschen von deinem Studium. Macht es dir Spaß?

Wie gesagt studiere ich BWL an der Humboldt Universität zu Berlin und der Spaß hält sich ehrlich gesagt in Grenzen. Ich mag Mathe und Statistik total gerne, bloß ist der Uni-Stoff ziemlich überholt und verstaubt. Für Klausuren pauke ich trockene Theorie auswendig, die ich nach einer Woche schon wieder vergessen habe. Trotzdem lernt man an der HU unglaublich gut, wie man mit stressigen Situationen umgeht. Auch das logische „BWL-Denken“ macht mir super Spaß und wird dort sehr gut vermittelt. Alles in allem bin ich eigentlich zufrieden, und das praktische Wissen sammele ich dann einfach über meinen Blog ein.

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Hast du eigentlich einen festen Arbeitsrhythmus, sodass sich das Wochenende total vom Rest der Woche unterscheidet?

Sagen wir so: Ich arbeite daran! Momentan bin ich leider so mit meinem Blog und dem Coaching beschäftigt, dass ich oft am Wochenende arbeite. Viele denken „Ach, das ist ja nur ein kleines Bastel-DIY, das ist ja quasi ein nettes Hobby“. Aber da steckt viel mehr dahinter. Auch wenn ich am Wochenende „nur“ bastele und fotografiere, dann ist das Arbeitszeit. Auch Instagram und Facebook wollen als Blogger ständig gefüttert werden und komplett abschalten kann ich am Wochenende deshalb nie. Machmal wünsche ich mir da so einen ganz normalen Studentenjob zurück, bin aber natürlich trotzdem super glücklich mit meinem Blog!

Wie sieht für dich der perfekte Arbeitstag aus?

Der perfekte Arbeitstag startet für mich mit einem entspannten Frühstück und danach wird fleißig am Blog gearbeitet. Solange ich bei meiner Arbeit Erfolge erlebe (z.B. ein richtig gelungenes DIY-Tutorial oder ein toller Leserkommentar), dann macht mich jeder Arbeitstag glücklich!

Und wie oft hast du solche Tage?

Mittlerweile habe ich solche Tage ziemlich oft! Ich muss gestehen, dass ich recht selten an der Uni bin und tatsächlich jeden Tag entspannt starte. Klar gibt es dann auch solche Tage, an denen echt nichts klappen will und ich mit meiner Kreativität am Ende bin… Aber das ist ganz normal. Ich würde sagen, dass die positiven Tage mit Erfolgserlebnissen überwiegen.

Was gefällt dir am Bloggen am besten?

Eine sehr gute Frage! Ich glaube, das sind bei mir mehrere Punkte: Zum bin ich wahnsinnig gerne kreativ (das würde mir z.B. in einem Bürojob total fehlen!) und liebe es, mein eigener „Chef“ zu sein. Auf der anderen Seite mag ich aber auch die ganze Strategie hinter dem Blog, also beispielsweise die Auswertung, was am besten funktioniert und wo man noch optimieren könnte. Beides zusammen ist eine unglaublich spannende Mischung!

Viele Leute, die sich gerne ihren beruflichen Traum erfüllen möchten, haben Angst, dass sie am Ende nicht genug Geld verdienen. Wie siehst du das? Und wie denkst du über Geld allgemein?

Oh ja, den Punkt kenne ich gut. Ich hatte noch ewig einen öden Studentenjob, weil ich mich einfach nicht getraut habe, „nur“ auf die Aufträge über meinen Blog angewiesen zu sein. Mittlerweile habe ich die Angst überwunden, weil ich meinen Blog wie ein Experiment sehe: Klappt es, dann ist alles super. Klappt es nicht, dann habe ich immer noch meinen Bachelor in der Tasche und kann doch noch in einem Unternehmen starten. Klar, ich setze natürlich alles darauf, dass der Blog wächst. Ganz in der Hand hat man es aber letztlich nicht und mit diesem Gedanken habe ich mich einfach abgefunden. Das Thema Geld sehe ich deshalb ganz entspannt. Allgemein bin ich mir sicher, dass viel Geld nicht glücklich macht. Vielmehr möchte ich jeden Tag einen Job machen, der mich erfüllt und abends glücklich einschlafen lässt.

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Hast du Lust, ein bisschen von deinen Plänen für die Zukunft zu erzählen? Wovon träumst du?

Ganz ehrlich: Ich träume davon, nach meinen Bachelor zusammen mit meinem mexikanischen Freund aus Deutschland auszuwandern und einfach von überall aus zu arbeiten. Am liebsten hätte ich ein riesiges DIY-Studio in einer tollen Stadt (z.B. San Francisco, Mexiko fände ich aber auch spannend) und mein Freund würde ebenfalls nur noch online arbeiten. Mal schauen, was davon Wirklichkeit wird, ich bin auf jeden Fall sehr gespannt!

Und zu guter Letzt wird es sehr persönlich: Bist du glücklich?

Ja! Ganz banal gesagt: Ich bin glücklich, weil ich momentan jeden Tag das tun kann, auf das ich wirklich Lust habe.


Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, liebe Caro! Vielleicht sehen wir uns dann ja demnächst in San Francisco 🙂

Wenn ihr mehr von Caro sehen wollte, findet ihr ihren Blog übrigens unter madmoisell.com und ihre Coachings unter carolinepreuss.de.

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